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Stefan Raab kündigt seinen Abschied an

Das deutsche Fernsehen verliert einen Star

  • Veröffentlicht: 18.06.2015
  • 13:18 Uhr
  • dpa
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Er ist einer der größten Stars des deutschen Privatfernsehens, Erfinder zahlreicher Formate und generationsübergreifend beliebt: Stefan Raab. Zum Jahresende soll schlagartig Schluss sein mit «TV Total», «Schlag den Raab», «Wok WM» und Co.

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TV-Star Stefan Raab will sich überraschend vom Bildschirm zurückziehen. "Ich habe mich entschlossen, zum Ende dieses Jahres meine Fernsehschuhe an den Nagel zu hängen", zitierte sein Haussender ProSieben den 48-Jährigen am Mittwochabend. "ProSieben hat mir eine mehrjährige Vertragsverlängerung angeboten. Das hat mich sehr geehrt. Dennoch habe ich meine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und mit Überzeugung getroffen." Raab bedankte sich "für 16 außerordentliche, tolle und erfolgreiche Jahre".

Raab etablierte bei ProSieben neben der Unterhaltungssendung "TV Total" auch die Spielshow "Schlag den Raab" und diverse Spektakel wie die "Wok WM". Für Aufsehen sorgte etwa auch sein Einsatz als Moderator beim TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Peer Steinbrück 2013. Raab besitzt eine treue Fangemeinde.

Großer Erfolg beim ESC

Auch bei dem Songwettbewerb Eurovision Song Contest (ESC) zeigte sich der TV-Produzent aus Köln als geschickter Fernsehmacher: Im Jahr 2000 trat Raab selbst an und erreichte mit "Wadde hadde dudde da?" als Sänger, Komponist und Texter Platz 5 (von 24). Aus seiner Castingshow "Unser Song für Oslo" ging 2010 die deutsche ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut hervor. Für den Wettbewerb "SSDSGPS − Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star" hatte er bereits im Jahr 2005 den Grimme-Preis erhalten.

Raab erklärte: "Ich bedanke mich bei meinem Sender ProSieben, der mich in den vergangenen Jahren alle meine Ideen hat umsetzen lassen. Wir beenden die Zusammenarbeit im besten Verhältnis, das man haben kann."

Viele Preise für Raab

Auch ProSieben-Senderchef Wolfgang Link stellte heraus: "Sollte er jemals einen Rücktritt vom Rücktritt in Erwägung ziehen: Bei ProSieben stehen ihm alle Türen offen." Noch im vergangenen Jahr hatte ProSieben eine neue große Show mit Raab angekündigt. Zuletzt hatte es Spekulationen über ein Zerwürfnis zwischen dem Entertainer und seinem Haussender sowie über einen möglichen Wechsel zum Konkurrenten RTL gegeben. 

Raab begann seine Bildschirmkarriere Anfang der 90er Jahre beim Musiksender Viva. "TV Total" moderierte er nach Senderangaben bislang 2180 Mal, hatte zuletzt aber mit sinkenden Quoten zu kämpfen. Neben dem Adolf-Grimme-Preis wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Comedy-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

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